Anlass zum Protest gibt es allemal: Die Bürgerlichen planen die Verdoppelung der Studiengebühren im nächsten Jahr...
...was der wirkliche Skandal darstellt, wogegen es sich zu protestieren lohnt! Leider konnten die bisherigen Proteste aufgrund ihrer uneinheitlichen und unfokussierten Maximalforderungen (gänzliche Abschaffung der Studiengebühren) kaum ernst genommen. Der Protest gegen die Erhöhung auf 1200 Franken pro Semester wird aber möglicherweise einen grösseren Teil der Studierendenschaft mobilisieren. Eine Demo dagegen ist für den 12.12 in Zürich geplant.
Zur Erhöhung der Studiengebühren, das Interview mit Regine Äppli:
http://www.nzz.ch/nachrichten/zuerich/studiengebuehren_sind_kein_beitrag_in_die_staatskasse_1.4030727.html
Parteilos, 2. Dezember 2009
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Das Universitätsproblem steht stellvertretend für unsere gesellschaftlichen Probleme
Die Auseinandersetzungen an Europas Universitäten stehen stellvertretend für unseren Umgang mit anderen gesellschaftlichen Problemen:
- Unterordnung der Politik unter die Wirtschaft
- Ausbeutung und Untergang des Mittelstandes
- Umgang mit den Ressourcen
- Klimadiskussion
usw. usw.
Eine umfassende praxisbezogene Auseinandersetzung, jenseits von parteipolitischen Machtinteressen, ist dringend nötig. Wir müssen uns wieder aus der wohlig-warmen Resignationsstube des Individualismus auf die Strasse wagen, um für unsere Interessen einzutreten. Die Studenten machen uns das vor. Solidarisieren wir uns mit Ihnen!
http://www.facebook.com/group.php?gid=186563882152
Parteilos, 26. November 2009
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Warum spricht man eigentlich kaum über die Qualität und bloss über die Kosten?
Bloss das es keine Missverständnisse gibt; auch ich bin gegen eine Erhöhung der Gebühren in absurde Höhen. Doch mag es ja Gründe für eine Erhöhung geben - auch wenn mir dies unbekannt sind.
Also:
Eine Erhöhung mag gerechtfertigt sein, vorstellbar, dass ein höherer Beitrag der Studentenschaft an die laufenden Kosten notwendig wird. Als Student im 3. Semester an einer berufsbegleitenden FH in Zürich mag ich das auch besser wegstecken als ein Student an der Uni/ETH - auch klar.
Aber gerade an dieser FH erwarte ich vor jeglicher Erhöhung der Gebühren eine Erhöhung der Qualität: Dozenzen die keine Ahnung von Didaktik haben, jeglichen roten Faden vermissen lassen und Gegenwehr seitens Studierenden mit einem lakonischen Lächeln und dem Satz "Sie lernen immer etwas" abtun, verhindern meiner Meinung nach jede Diskussion über Gebühren!! Höhere Gebühren evtl., aber sicher höhere Qualität bitte!!
Parteilos, 25. November 2009
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Warum soll es keine Studiengebühren mehr geben, wenn ich als Handwerker die Meisterprüfung teuer bezahlen muss ??
Man sollte sich auch nicht darüber beklagen, dass für unseren Nachwuchs zu wenig Studienplätze vorhanden sind, während die Unis übermässig mit Ausländern belegt sind.
R Anderegg, 24. November 2009
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Egal wie's ausgeht: Die Besetzungen haben dazu geführt, dass die Probleme, die an den Schweizer Hochschulen zweifelsohne bestehen, öffentlich diskutiert werden.
Für Menschen, die nicht studieren, mag es schwierig sein, die Probleme der Schweizer Studierenden nachzuvollziehen. Bilder von Studis, die einen Hörsaal mit Hängematten besetzen, sind da auch nicht förderlich. Genau so wenig wie Statements von Studierendengruppen die die Proteste 'verurteilen'. Schnell werden Vorurteile laut. Doch die Probleme bestehen.
Ein Studium ist nicht gratis. Es geht nicht nur um Studiengebühren, sondern um den Lebensunterhalt während dem Studium. Die meisten Studis haben 'nur' eine Matur und damit keine Arbeitsqualifikation. Das heisst, das sie meist Kassen- und Servicejobs machen, die Zweifelsohne sehr zeitintensiv (da tiefer Lohn und wenig Flexibilität) und anstrengend sind. Zudem gibt es nicht in jedem Dorf eine Universität, was bedeutet, dass bei vielen noch Wohnkosten anfallen.
Fazit: Viele Studis tragen einen relativ harten Konkurrenzkampf zwischen Arbeit und Studium aus.
Studienzeitbeschränkungen und knappe Abgabefristen (seit der Einführung von Bologna noch knapper) tragen ebenfalls zu dieser Stresssituation bei.
Apropos:
Studis, die sich kritisch zu den Protesten äussern, jedoch bei Papa und Mama wohnen, oder zumindest einen ordentlichen Batzen von zuhause mitkriegen, verkennen den Ernst der Lage und verhalten sich, meiner Meinung nach, ziemlich asozial. Solche die lauthals demonstrieren und dann die Zeit haben über Tage eine Aula zu besetzen (und damit anderen Studis den Unterricht verunmöglichen…) kann ich jedoch auch nur bedingt ernst nehmen.
Julian Meier, 20. November 2009
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"Demokratisierung der Uni", was heisst das? Basler AktivistInnen im Interview (NZZ-Campus-Podcast) …
Der Podcast:
http://bit.ly/qdroy
(Quelle: NZZ Campus)
Administrator, 15. November 2009
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Das teure am Studium sind doch nicht Studiengebühren, sondern die Lebenshaltungskosten während des Studiums!!
Also hört doch auf über Studiengebühren zu reklamieren, die kein Hindernis für ein Studium darstellen und macht euch lieber Gedanken, wie bspw. die Lebenshaltungskosten während des Studiums verdient werden können bzw. welche Möglichkeiten es gibt, Personen, welche gerne studieren würden, es sich aber nicht leisten können, zu unterstützen...
Aber auch hier gibt es bereits einiges (Stipendien, Studiendarlehen, Sozial- & Studienfonds, etc.)
Adrian Zehnder, 14. November 2009
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Wieso Uni-Gebühren abschaffen? Zum einen sind die sowieso nicht kostendeckend und zum anderen sind die auch nicht so hoch, dass es als Hindernis zu werten wäre!
Es soll immer alles billiger - wenn nicht gar kostenlos - werden... wieso eigentlich?
Unigebühren sind wohl in den wenigsten Fällen kostendeckend, daher scheint eine Erhöhung wohl angebracht, solange sie nicht so hoch wird, dass dadurch eine echte Zugangsbeschränkung praktiziert werden soll oder kann.
Der Zugang zur Uni darf nicht auf Grund von hohen Gebühren verunmöglicht werden!
Trotzdem sehe ich nicht ein, wieso eine Uni keine Gebühren erheben soll. Schliesslich bietet sie auch eine alles andere als günstige Dienstleistung an.
Dessen ungeachtet gibt es Stipendien und Sozialfonds. Es kann also niemand glaubhaft behauten, dass die Studiengebühren so hoch wären, als dass sie oder er von einem Unibesuch ausgeschlossen würden...
Adrian Zehnder, 14. November 2009
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"Verschulung des Studiums: Warum die Unis besetzt sind", Samstag (14.11.2009) auf Radio DRS2 …
"Nach der Besetzung verschiedener Universitäten in Österreich und Deutschland hat der studentische Protest diese Woche in Basel auch die Schweiz erreicht. Er wendet sich gegen Bologna-Reform, Präsenzkontrollen, Leistungsprüfungen und undemokratische Strukturen an den Unis."
(Quelle:
http://www.drs2.ch/www/de/drs2/sendungen/top/wissenschaft-drs-2/2803.sh10107535.html (Beitrag ab 17min 45sec))
Administrator, 13. November 2009
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Abschaffung der Studiengebühren: Die Forderung tönt gut, aber werden die Unis dann nicht noch von mehr Leuten überschwemmt?
Ich bin auch für möglichst tiefe Schranken beim Zugang zu Bildung. Wenn die Studiengebühren aber ganz fallen sollten, muss es andere Mechanismen geben, die den Zugang regeln. Welche könnten das sein? Any ideas?
Petra Zäch, 13. November 2009
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