Besetzte Universitäten – die Forderungen

Darum geht die Debatte


Seit 11.11.09 ist die Aula der Universität Basel besetzt. Die Bewegung http://www.unsereuni.ch fordert eine Demokratisierung der Universitäten.

Die Kernforderungen sind:
(1) Gegen die Verschulung des Studiums.
(2) Wiedereingliederung des ausgelagerten Personals und angemessene Arbeitsbedingungen.
(3) Abschaffung des Unirates in der heutigen Form, mehr Transparenz bei den Finanzströmen.
(4) Abschaffung der Studiengebühren.

Video zur Besetzung der Universität Zürich: http://www.plebstv.com/a/a51e5c4701/Uni_Zuerich_besetzt_-_Das_Video_zum

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...was der wirkliche Skandal darstellt, wogegen es sich zu protestieren lohnt! Leider konnten die bisherigen Proteste aufgrund ihrer uneinheitlichen und unfokussierten Maximalforderungen (gänzliche Abschaffung der Studiengebühren) kaum ernst genommen. Der Protest gegen die Erhöhung auf 1200 Franken pro Semester wird aber möglicherweise einen grösseren Teil der Studierendenschaft mobilisieren. Eine Demo dagegen ist für den 12.12 in Zürich geplant.

Zur Erhöhung der Studiengebühren, das Interview mit Regine Äppli:
http://www.nzz.ch/nachrichten/zuerich/studiengebuehren_sind_kein_beitrag_in_die_staatskasse_1.4030727.html
3 Kommentare
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Man muss noch dazu sagen, dass diese Demo von den offiziellen Studenten Vertretern, Stura, VSS UNES, VS PHZ, vszahw und sturz hdk unterstützt wird. Mehr dazu unter

http://www.stura.uzh.ch/news/demo.html
Markus Graf - Parteilos 8. Dezember 2009 Verstoss melden
Genau, sämtliche offiziellen Studierendenvertretungen stehen hinter der Demo.

Die Demo startet morgen um 14:00 beim Landesmuseum, HB Zürich. Dasselbe Vorhaben des Kantonsrats konnte mit einer Gross- Demo in Zürich vor ca. 6 Jahren erfolgreich gestoppt werden. Zeigen wir noch einmal, dass wir gemeinsam stark genug sind, um unser Recht auf Bildung einfordern zu können!

Simone Zuppiger - Parteilos 11. Dezember 2009 Verstoss melden
@simon zuppiger was sind schon Fr. 1200 Studiengebühren. Erlernen sie einen Handwerklichen Beruf und machen einen Weiterbildung zB Abendfachhochschule bezahlen sie neben der Studiengebühr noch Steuern und können die Schulgebühren nicht mal von der Steuer abziehen - die können alle auch jammern!
Hans-Rudolf Mühlemann - Gemeinderat Kehrsatz, SVP 11. Februar 2010 Verstoss melden
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Die Auseinandersetzungen an Europas Universitäten stehen stellvertretend für unseren Umgang mit anderen gesellschaftlichen Problemen:

- Unterordnung der Politik unter die Wirtschaft
- Ausbeutung und Untergang des Mittelstandes
- Umgang mit den Ressourcen
- Klimadiskussion
usw. usw.

Eine umfassende praxisbezogene Auseinandersetzung, jenseits von parteipolitischen Machtinteressen, ist dringend nötig. Wir müssen uns wieder aus der wohlig-warmen Resignationsstube des Individualismus auf die Strasse wagen, um für unsere Interessen einzutreten. Die Studenten machen uns das vor. Solidarisieren wir uns mit Ihnen! http://www.facebook.com/group.php?gid=186563882152
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Bloss das es keine Missverständnisse gibt; auch ich bin gegen eine Erhöhung der Gebühren in absurde Höhen. Doch mag es ja Gründe für eine Erhöhung geben - auch wenn mir dies unbekannt sind.

Also:
Eine Erhöhung mag gerechtfertigt sein, vorstellbar, dass ein höherer Beitrag der Studentenschaft an die laufenden Kosten notwendig wird. Als Student im 3. Semester an einer berufsbegleitenden FH in Zürich mag ich das auch besser wegstecken als ein Student an der Uni/ETH - auch klar.

Aber gerade an dieser FH erwarte ich vor jeglicher Erhöhung der Gebühren eine Erhöhung der Qualität: Dozenzen die keine Ahnung von Didaktik haben, jeglichen roten Faden vermissen lassen und Gegenwehr seitens Studierenden mit einem lakonischen Lächeln und dem Satz "Sie lernen immer etwas" abtun, verhindern meiner Meinung nach jede Diskussion über Gebühren!! Höhere Gebühren evtl., aber sicher höhere Qualität bitte!!
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Man sollte sich auch nicht darüber beklagen, dass für unseren Nachwuchs zu wenig Studienplätze vorhanden sind, während die Unis übermässig mit Ausländern belegt sind.
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Für Menschen, die nicht studieren, mag es schwierig sein, die Probleme der Schweizer Studierenden nachzuvollziehen. Bilder von Studis, die einen Hörsaal mit Hängematten besetzen, sind da auch nicht förderlich. Genau so wenig wie Statements von Studierendengruppen die die Proteste 'verurteilen'. Schnell werden Vorurteile laut. Doch die Probleme bestehen.

Ein Studium ist nicht gratis. Es geht nicht nur um Studiengebühren, sondern um den Lebensunterhalt während dem Studium. Die meisten Studis haben 'nur' eine Matur und damit keine Arbeitsqualifikation. Das heisst, das sie meist Kassen- und Servicejobs machen, die Zweifelsohne sehr zeitintensiv (da tiefer Lohn und wenig Flexibilität) und anstrengend sind. Zudem gibt es nicht in jedem Dorf eine Universität, was bedeutet, dass bei vielen noch Wohnkosten anfallen.

Fazit: Viele Studis tragen einen relativ harten Konkurrenzkampf zwischen Arbeit und Studium aus.

Studienzeitbeschränkungen und knappe Abgabefristen (seit der Einführung von Bologna noch knapper) tragen ebenfalls zu dieser Stresssituation bei.

Apropos:
Studis, die sich kritisch zu den Protesten äussern, jedoch bei Papa und Mama wohnen, oder zumindest einen ordentlichen Batzen von zuhause mitkriegen, verkennen den Ernst der Lage und verhalten sich, meiner Meinung nach, ziemlich asozial. Solche die lauthals demonstrieren und dann die Zeit haben über Tage eine Aula zu besetzen (und damit anderen Studis den Unterricht verunmöglichen…) kann ich jedoch auch nur bedingt ernst nehmen.
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Der Podcast: http://bit.ly/qdroy
(Quelle: NZZ Campus)
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Also hört doch auf über Studiengebühren zu reklamieren, die kein Hindernis für ein Studium darstellen und macht euch lieber Gedanken, wie bspw. die Lebenshaltungskosten während des Studiums verdient werden können bzw. welche Möglichkeiten es gibt, Personen, welche gerne studieren würden, es sich aber nicht leisten können, zu unterstützen...

Aber auch hier gibt es bereits einiges (Stipendien, Studiendarlehen, Sozial- & Studienfonds, etc.)
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In Zürich mangelt es beispielsweise an Wohnraum für Studenten. Die Stadt sabotiert zusätzliche Anstrengungen für neuen studentischen Wohnraum in Science City. Und so ist man als Student den Wucherpreis der städtischen Spekulanten unterworfen.
Markus Graf - Parteilos 14. November 2009 Verstoss melden
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Es soll immer alles billiger - wenn nicht gar kostenlos - werden... wieso eigentlich?

Unigebühren sind wohl in den wenigsten Fällen kostendeckend, daher scheint eine Erhöhung wohl angebracht, solange sie nicht so hoch wird, dass dadurch eine echte Zugangsbeschränkung praktiziert werden soll oder kann.

Der Zugang zur Uni darf nicht auf Grund von hohen Gebühren verunmöglicht werden!
Trotzdem sehe ich nicht ein, wieso eine Uni keine Gebühren erheben soll. Schliesslich bietet sie auch eine alles andere als günstige Dienstleistung an.

Dessen ungeachtet gibt es Stipendien und Sozialfonds. Es kann also niemand glaubhaft behauten, dass die Studiengebühren so hoch wären, als dass sie oder er von einem Unibesuch ausgeschlossen würden...
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"Nach der Besetzung verschiedener Universitäten in Österreich und Deutschland hat der studentische Protest diese Woche in Basel auch die Schweiz erreicht. Er wendet sich gegen Bologna-Reform, Präsenzkontrollen, Leistungsprüfungen und undemokratische Strukturen an den Unis."

(Quelle: http://www.drs2.ch/www/de/drs2/sendungen/top/wissenschaft-drs-2/2803.sh10107535.html (Beitrag ab 17min 45sec))
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Ich bin auch für möglichst tiefe Schranken beim Zugang zu Bildung. Wenn die Studiengebühren aber ganz fallen sollten, muss es andere Mechanismen geben, die den Zugang regeln. Welche könnten das sein? Any ideas?
3 Kommentare
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meinst du?? ich sehe nicht ein, wieso Unigebühren irgendjemanden vom Studieren abhalten sollten. Wenn jemand tatsächlich will, bin ich der Ansicht, dass es Mittel und Wege gibt, das auch zu finanzieren, sei es via Stipendien, Studiendarlehen, Sozialfonds, etc...
Adrian Zehnder 14. November 2009 Verstoss melden
wie gesagt, problematisch sind eher die Lebenshaltungskosten während des Studiums und nicht die Studiengebühren (vgl. obiger Beitrag)
Adrian Zehnder 14. November 2009 Verstoss melden
Ein solches Studium kostet den Staat genug Geld, da ist doch dieser kleine Beitrag zu vernachlässigen..und ein Hohn, sich darüber zu beklagen.
Remo Geissler 1. Dezember 2009 Verstoss melden
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